Du spielst mit dem Gedanken, als Unternehmer auszuwandern, und drei Länder tauchen immer wieder auf: Portugal, die Vereinigten Arabischen Emirate und Georgien. Alle drei versprechen niedrigere Steuern als Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Alle drei haben eine wachsende deutschsprachige Community. Und alle drei haben Nachteile, über die selten ehrlich gesprochen wird.
Dieser Vergleich liefert dir harte Zahlen statt Halbwahrheiten. Wir rechnen mit einem konkreten Beispiel: Ein Unternehmer mit 200.000 Euro Jahresgewinn. Was bleibt übrig? Und was kostet dich das Leben vor Ort wirklich?
Wir betrachten jedes Land durch die fünf Dimensionen, die bei jeder Auswanderung zählen: Steuer, Recht, Firma, Finanzen und Emotion.
Die drei Länder auf einen Blick: Steuertabelle 2026
Bevor wir in die Details gehen, hier der Gesamtüberblick. Diese Tabelle fasst die wichtigsten Steuerarten und Rahmenbedingungen für Unternehmer zusammen.
| Kriterium | Portugal | VAE (Dubai) | Georgien |
|---|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 19 % (KMU: 15 % auf erste 50.000 EUR) | 9 % ab 375.000 AED (~95.000 EUR), darunter 0 % | 15 % (erst bei Ausschüttung; Virtual Zone: 0 % auf Exporterlöse) |
| Einkommensteuer | Progressiv bis 48 %; IFICI: 20 % Flat (10 Jahre) | 0 % | 20 % Flat; Small Business: 1 % auf Umsatz |
| Mehrwertsteuer | 23 % (reduziert 6 %/13 %) | 5 % | 18 % |
| Sozialabgaben (Selbstständige) | 21,4 % auf Einkommen | 0 % (nur für Emiratis) | 0 % |
| Kapitalertragsteuer | 28 % (IFICI: 0 % auf ausländische Erträge) | 0 % | 5 % (börsennotiert) / 0 % (nicht börsennotiert bei > 2 Jahren Haltedauer) |
| Visa/Aufenthalt | D7, D8, Golden Visa (reformiert) | Freezone-Visum, Investorenvisum | Visumsfreiheit 1 Jahr (DACH), Aufenthaltserlaubnis ab Firmengründung |
| Mindestinvestition für Aufenthalt | D7: ca. 11.000 EUR/Jahr Einkommen; D8: Firmengründung | Freezone-Lizenz ab ~5.000 EUR/Jahr | Firmengründung ab ~300 EUR |
| Lebenskosten (Single, Monat) | 1.200-2.000 EUR (Lissabon teurer) | 2.500-4.500 EUR | 800-1.400 EUR |
Portugal: EU-Zugang mit Einschränkungen
Steuerliche Realität 2026
Portugal hat sich steuerlich grundlegend verändert. Das alte NHR-Programm, das jahrelang pauschal 20 Prozent auf Einkommen und Steuerfreiheit auf ausländische Erträge bot, ist Geschichte. Seit 2024 gibt es den Nachfolger IFICI — und der ist deutlich selektiver.
Körperschaftsteuer (IRC): Der Regelsatz liegt 2026 bei 19 Prozent, gesenkt von 20 Prozent im Vorjahr. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt ein reduzierter Satz von 15 Prozent auf die ersten 50.000 Euro Gewinn. Auf Madeira sind die Sätze noch niedriger: 13,3 Prozent regulär, 10,5 Prozent für KMU und sogar nur 5 Prozent im Madeira International Business Centre (CINM) bis 2033.
Einkommensteuer: Ohne IFICI-Status zahlst du progressiv bis zu 48 Prozent. Hinzu kommt ein Solidaritätszuschlag von 2,5 Prozent auf Einkommen zwischen 80.000 und 250.000 Euro und 5 Prozent darüber.
IFICI-Status: Der pauschale Steuersatz von 20 Prozent auf portugiesisches Einkommen gilt nur für qualifizierte Fachkräfte in definierten Sektoren — Wissenschaft, Technologie, erneuerbare Energien, Gesundheitswesen. Ein reines Beratungsunternehmen reicht nicht. Du brauchst entweder ein zertifiziertes Startup, ein finanziertes Forschungsprojekt oder eine Exportquote von über 50 Prozent in einem qualifizierten Sektor. E-Commerce-Unternehmer oder Freelancer gehen meistens leer aus.
Sozialabgaben: Als Selbstständiger zahlst du 21,4 Prozent auf dein relevantes Einkommen. Im ersten Jahr bist du befreit, danach gibt es degressive Übergangsregelungen.
Für welchen Unternehmertyp?
- Ideal für: Qualifizierte Fachkräfte in Tech oder Forschung, die den IFICI-Status nutzen können. Unternehmer, die EU-Zugang brauchen und bereit sind, höhere Abgaben gegen Lebensqualität einzutauschen.
- Weniger geeignet für: E-Commerce-Unternehmer, Freelancer ohne Spezialisierung, reine Investoren. Ohne IFICI wird Portugal steuerlich schnell teurer als Deutschland.
Alle Details zum portugiesischen Steuer- und Visa-System findest du in unserem Portugal-Guide 2026.
VAE (Dubai): Steuerparadies mit Asterisk
Steuerliche Realität 2026
Die Vereinigten Arabischen Emirate waren bis 2023 ein echtes Null-Steuer-Land für Unternehmer. Das hat sich geändert, aber der Standort bleibt steuerlich attraktiv — wenn du die Regeln kennst.
Körperschaftsteuer: Seit Juni 2023 gilt eine Körperschaftsteuer von 9 Prozent auf Gewinne über 375.000 AED (rund 95.000 Euro). Darunter beträgt der Satz 0 Prozent. Für Freezone-Unternehmen gibt es den Qualifying Free Zone Person Status (QFZP): Wenn du die fünf Voraussetzungen erfüllst, zahlst du 0 Prozent auf „Qualifying Income" — also im Wesentlichen Exportumsätze und Geschäfte innerhalb der Freezone. Nicht qualifizierende Einkünfte werden mit 9 Prozent besteuert, ohne den 375.000-AED-Freibetrag.
Small Business Relief: Bis Ende 2026 können Unternehmen mit weniger als 3 Millionen AED Umsatz (~760.000 Euro) die Small Business Relief beantragen. Das setzt das steuerpflichtige Einkommen auf null. Aber: Diese Regelung läuft Ende 2026 aus, und eine Verlängerung ist nicht garantiert.
Einkommensteuer: 0 Prozent. Keine Einkommensteuer auf Gehälter, Dividenden, Kapitalerträge oder sonstige persönliche Einkünfte. Das ist der große Vorteil der VAE und gilt auch 2026 unverändert.
Mehrwertsteuer: 5 Prozent, eingeführt 2018. Auf bestimmte Güter (Lebensmittel, Bildung, Gesundheit) reduziert oder befreit.
Sozialabgaben: Null für ausländische Arbeitnehmer und Unternehmer. Das Sozialversicherungssystem gilt nur für Emiratis und GCC-Staatsangehörige.
Für welchen Unternehmertyp?
- Ideal für: SaaS-Unternehmer, E-Commerce mit internationalem Kundenstamm, Investoren, Trader, digitale Nomaden mit hohem Einkommen. Wer Substanz in der Freezone aufbaut und vor allem exportiert, profitiert maximal.
- Weniger geeignet für: Unternehmer mit kleinem Budget (die Lebenskosten fressen die Steuerersparnis), Familien mit Kindern im Schulalter (internationale Schulen kosten 15.000-30.000 Euro pro Kind und Jahr), Unternehmer, die den europäischen Markt bedienen und EU-Rechtsrahmen brauchen.
Unser Dubai/VAE Guide zeigt dir den kompletten Ablauf — von der Freezone-Wahl bis zur Bankkontoeröffnung.
Georgien: Der unterschätzte Underdog
Steuerliche Realität 2026
Georgien fliegt unter dem Radar, bietet aber für bestimmte Unternehmertypen das attraktivste Gesamtpaket. Die Steuerstruktur ist radikal einfach.
Körperschaftsteuer: 15 Prozent — aber nach dem estnischen Modell. Das bedeutet: Solange du Gewinne in der Firma lässt und reinvestierst, zahlst du null Körperschaftsteuer. Besteuert wird erst bei Ausschüttung. Für IT-Unternehmen gibt es zusätzlich den Virtual-Zone-Status: Exportumsätze aus qualifizierten IT-Dienstleistungen sind komplett von der Körperschaftsteuer befreit.
Einkommensteuer: Pauschal 20 Prozent Flat Tax. Aber: Für kleine Unternehmer mit einem Jahresumsatz unter 500.000 GEL (rund 180.000 Euro) gibt es den Small-Business-Status mit nur 1 Prozent Umsatzsteuer statt Einkommensteuer. Das ist keine Körperschaftsteuer — das ist eine persönliche Besteuerungsform für Einzelunternehmer und Freelancer.
Sozialabgaben: Null. Keine Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherungspflicht für Selbstständige. Die private Krankenversicherung kostet je nach Alter und Leistungsumfang zwischen 50 und 200 Euro pro Monat.
Mehrwertsteuer: 18 Prozent. Aber: Die Registrierungspflicht greift erst ab einem Umsatz von 100.000 GEL (~36.000 Euro). Darunter bist du befreit. Und Virtual-Zone-Unternehmen erheben auf Exportdienstleistungen keine Umsatzsteuer.
Kapitalertragsteuer: Gewinne aus dem Verkauf nicht börsennotierter Anteile sind steuerfrei, wenn du die Beteiligung mindestens zwei Jahre gehalten hast.
Für welchen Unternehmertyp?
- Ideal für: Freelancer, Solo-Unternehmer, IT-Dienstleister, Softwareentwickler und digitale Nomaden mit moderatem Einkommen. Wer unter 180.000 Euro Umsatz bleibt, zahlt effektiv 1 Prozent.
- Weniger geeignet für: Unternehmer, die EU-Zugang brauchen (Georgien ist kein EU-Land), Familien mit hohen Ansprüchen an Infrastruktur und Bildungssystem, Unternehmer mit physischem Warenhandel.
Rechenbeispiel: Unternehmer mit 200.000 EUR Gewinn
Jetzt wird es konkret. Wir nehmen einen Unternehmer mit einem Jahresgewinn von 200.000 Euro vor Steuern. Keine Angestellten, ein Onlinegeschäft. Was bleibt in jedem Land übrig?
Portugal (ohne IFICI)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| Körperschaftsteuer (15 % auf 50.000 + 19 % auf 150.000) | -36.000 EUR |
| Gewinn nach KSt | 164.000 EUR |
| Einkommensteuer auf Ausschüttung (bis 48 % + Solidaritätszuschlag) | ~-62.000 EUR |
| Sozialabgaben (21,4 % gedeckelt) | ~-12.500 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | ~89.500 EUR |
| Lebenskosten (ca. 2.000 EUR/Monat) | -24.000 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~65.500 EUR |
Portugal (mit IFICI-Status)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| KSt (wie oben) | -36.000 EUR |
| Gewinn nach KSt | 164.000 EUR |
| Einkommensteuer IFICI (20 % Flat) | -32.800 EUR |
| Sozialabgaben (21,4 % gedeckelt) | ~-12.500 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | ~118.700 EUR |
| Lebenskosten (ca. 2.000 EUR/Monat) | -24.000 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~94.700 EUR |
VAE (Dubai, Freezone mit QFZP)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| Körperschaftsteuer (QFZP: 0 % auf Qualifying Income) | 0 EUR |
| Einkommensteuer | 0 EUR |
| Sozialabgaben | 0 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | 200.000 EUR |
| Lebenskosten (ca. 3.500 EUR/Monat) | -42.000 EUR |
| Freezone-Lizenz + Visa | ~-5.000 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~153.000 EUR |
VAE (Dubai, Mainland ohne QFZP)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| Körperschaftsteuer (9 % auf Gewinn über ~95.000 EUR) | ~-9.450 EUR |
| Einkommensteuer | 0 EUR |
| Sozialabgaben | 0 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | ~190.550 EUR |
| Lebenskosten (ca. 3.500 EUR/Monat) | -42.000 EUR |
| Lizenz + Visa | ~-8.000 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~140.550 EUR |
Georgien (Small Business Status)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Umsatz / Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| Steuer (1 % auf Umsatz) | -2.000 EUR |
| Einkommensteuer | 0 EUR (durch SB-Status abgegolten) |
| Sozialabgaben | 0 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | 198.000 EUR |
| Lebenskosten (ca. 1.200 EUR/Monat) | -14.400 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~183.600 EUR |
Georgien (Virtual Zone IT-Unternehmen)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| Körperschaftsteuer auf Exporterlöse | 0 EUR |
| Gewinn nach KSt | 200.000 EUR |
| Einkommensteuer bei Ausschüttung (20 % Flat, aber 5 % Dividendensteuer) | -10.000 EUR |
| Sozialabgaben | 0 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | ~190.000 EUR |
| Lebenskosten (ca. 1.200 EUR/Monat) | -14.400 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~175.600 EUR |
Zum Vergleich: Deutschland
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 200.000 EUR |
| Körperschaftsteuer + GewSt (~30 %) | -60.000 EUR |
| Einkommensteuer auf Ausschüttung (~26,4 % Abgeltungssteuer) | ~-37.000 EUR |
| Sozialabgaben | ~-10.000 EUR |
| Netto nach allen Abgaben | ~93.000 EUR |
| Lebenskosten (ca. 2.200 EUR/Monat) | -26.400 EUR |
| Verbleibendes Einkommen | ~66.600 EUR |
Realitätscheck: Was die Zahlen nicht zeigen
Die Tabellen oben malen ein klares Bild — aber die Realität ist komplexer. Hier die Faktoren, die in keiner Steuertabelle stehen.
Portugal
- Bürokratie. Die portugiesische Verwaltung ist langsam. Steuernummern, Aufenthaltstitel, Bankkonten — rechne mit Monaten, nicht Wochen.
- Mietmarkt. Lissabon ist für Mieter ein Albtraum. Die Preise haben sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt, und als Neuankömmling ohne portugiesische Bonität hast du wenig Verhandlungsmacht.
- IFICI-Unsicherheit. Das Programm kann jederzeit geändert oder verschärft werden, wie schon beim NHR geschehen. Baue deine Auswanderung nie auf einem Steuerprogramm auf, das politisch abhängig ist.
- Vorteil: EU-Mitgliedschaft, Rechtsstaatlichkeit, hervorragende Lebensqualität, Zeitzone ideal für Geschäfte mit Europa und Amerika.
VAE
- Lebenskosten. Dubai ist teuer. Wohnung, Auto (fast unverzichtbar), Gesundheitsversicherung, internationale Schulen — bei 200.000 Euro Gewinn frisst der Lebensstandard einen erheblichen Teil der Steuerersparnis.
- Substanzanforderungen. Eine Freezone-Firma ohne echte Aktivität vor Ort wird zunehmend kritisch beäugt — auch von deutschen Finanzämtern. Du musst tatsächlich in den VAE leben und arbeiten, sonst riskierst du eine Besteuerung in Deutschland.
- Kulturelle Anpassung. Die VAE sind kein westliches Land mit arabischem Flair. Es ist ein anderes Wertesystem, ein anderes Arbeitsrecht, ein anderer Umgang mit Konflikten. Das funktioniert für viele — aber nicht für alle.
- Vorteil: Exzellente Infrastruktur, internationales Netzwerk, Sicherheit, Erreichbarkeit, steuerliche Klarheit.
Georgien
- Infrastruktur. Außerhalb von Tiflis und Batumi wird es dünn. Internet, Straßen, Gesundheitsversorgung — alles ist vorhanden, aber nicht auf westeuropäischem Niveau.
- Sprache. Georgisch ist eine isolierte Sprache, die du im Alltag kaum umgehen kannst. Englisch funktioniert in Tiflis, auf dem Land weniger.
- Rechtssicherheit. Georgien hat enorme Fortschritte gemacht, aber die Justiz ist nicht so unabhängig wie in der EU. Für große Investitionen kann das ein Risiko sein.
- Politische Lage. Die geopolitische Situation (Nachbarschaft zu Russland, innenpolitische Spannungen) ist ein Faktor, den du einplanen musst.
- Vorteil: Extrem niedrige Lebenskosten, unkomplizierte Bürokratie, gastfreundliche Kultur, 1-Prozent-Besteuerung für kleine Unternehmer.
Welches Land für welchen Unternehmertyp?
E-Commerce-Unternehmer
Empfehlung: VAE (Freezone) — Du brauchst keine EU-Rechtsform, dein Geschäft ist digital, und du profitierst maximal von 0 Prozent Einkommensteuer und QFZP-Status. Georgien ist die günstigere Alternative, wenn du unter 180.000 Euro Umsatz bleibst.
SaaS-Unternehmer
Empfehlung: Georgien (Virtual Zone) oder VAE — Als IT-Unternehmer mit internationalen Kunden bist du in Georgien mit dem Virtual-Zone-Status bei 0 Prozent Körperschaftsteuer auf Exporterlöse. Die VAE bieten ähnliche Vorteile bei besserer Infrastruktur, kosten aber deutlich mehr.
Freelancer / Berater
Empfehlung: Georgien (Small Business Status) — Bei Umsätzen unter 500.000 GEL (~180.000 Euro) zahlst du 1 Prozent. Keine Sozialabgaben, niedrigste Lebenskosten, unkomplizierte Firmengründung. Wenn du IFICI-fähig bist, ist Portugal mit 20 Prozent Flat Tax eine Alternative mit EU-Zugang.
Investor / Vermögensverwalter
Empfehlung: VAE — Null Einkommensteuer auf Kapitalerträge, Dividenden und Veräußerungsgewinne. Keine Vermögensteuer, keine Erbschaftsteuer. Portugal ist nur mit IFICI attraktiv, und selbst dann gelten Einschränkungen für passive Einkünfte.
FAQ: Steuervergleich für Auswanderer
Kann ich in Georgien wirklich nur 1 Prozent Steuern zahlen?
Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Du brauchst den Small-Business-Status, darfst maximal 500.000 GEL Umsatz pro Jahr machen und darfst keine Angestellten beschäftigen. Die 1 Prozent beziehen sich auf den Umsatz, nicht auf den Gewinn. Bei hohen Margen ist das trotzdem sehr attraktiv. Bei niedrigen Margen (z. B. Warenhandel) kann die effektive Belastung höher ausfallen als eine gewinnbasierte Steuer.
Ist Dubai wirklich steuerfrei?
Nicht mehr komplett. Seit 2023 gibt es eine Körperschaftsteuer von 9 Prozent auf Gewinne über 375.000 AED. Persönliche Einkünfte — Gehalt, Dividenden, Kapitalerträge — bleiben steuerfrei. Die Freezone-Regelung kann die Körperschaftsteuer auf 0 Prozent senken, aber dafür musst du strenge Substanzanforderungen erfüllen. Die Small Business Relief (0 Prozent unter 3 Mio. AED Umsatz) läuft Ende 2026 aus.
Lohnt sich Portugal steuerlich noch nach dem Ende des NHR?
Für die meisten Unternehmer: Nein. Ohne IFICI-Status zahlst du progressiv bis zu 48 Prozent Einkommensteuer plus 21,4 Prozent Sozialabgaben. Das kann teurer sein als Deutschland. Portugal lohnt sich steuerlich nur, wenn du dich für das IFICI-Programm qualifizierst — und das ist an enge Berufs- und Sektorvorgaben geknüpft. Der wahre Vorteil Portugals liegt 2026 in der Lebensqualität, dem EU-Zugang und dem Klima, nicht in den Steuern.
Wie wirkt sich die deutsche Wegzugsbesteuerung auf meinen Umzug aus?
Die Wegzugsbesteuerung nach Paragraph 6 AStG greift, wenn du an einer Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH) zu mindestens 1 Prozent beteiligt bist. Das Finanzamt besteuert den fiktiven Wertzuwachs deiner Anteile — unabhängig davon, wohin du gehst. Bei einem Umzug in die EU oder den EWR kannst du eine zinslose Stundung beantragen, bei einem Umzug in die VAE oder nach Georgien wird die Steuer sofort fällig oder nur gegen Sicherheitsleistung gestundet. Das kann bei einer gut laufenden GmbH schnell sechsstellig werden. Plane das zwingend vor der Auswanderung mit einem auf internationales Steuerrecht spezialisierten Berater.
Welches Land ist am einfachsten für die Firmengründung?
Georgien. Eine LLC (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist in drei bis fünf Arbeitstagen gegründet, kostet rund 300 Euro und erfordert kein Mindestkapital. In den VAE dauert die Freezone-Gründung zwei bis vier Wochen und kostet ab 5.000 Euro jährlich. In Portugal brauchst du einen lokalen Steuerberater, eine NIF (Steuernummer), ein Bankkonto und Geduld — rechne mit sechs bis zwölf Wochen.
Dein nächster Schritt
Steuertabellen vergleichen kann jeder. Aber die richtige Entscheidung hängt von deiner konkreten Situation ab: Unternehmensform, Familiensituation, Kundenbasis, Vermögensstruktur und persönliche Prioritäten.
Bei Freiheitspilot betrachten wir alle fünf Dimensionen gleichzeitig — Steuer, Recht, Firma, Finanzen und Emotion. In einem persönlichen Erstgespräch analysieren wir deine Ausgangslage und zeigen dir, welcher Standort für deine spezifische Situation funktioniert.
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Weiterführende Artikel
- Auswandern nach Portugal 2026: Der komplette Guide
- Auswandern nach Dubai und in die VAE: Alles was du wissen musst
- Steuerfrei leben: Wo es wirklich funktioniert
- Die besten Länder zum Auswandern 2026
Quellen
- PwC Tax Summaries — Portugal Corporate Tax 2026. taxsummaries.pwc.com
- PwC Tax Summaries — United Arab Emirates Corporate Tax 2026. taxsummaries.pwc.com
- OECD Tax Database — Georgia Country Profile. oecd.org
- UAE Federal Tax Authority — Corporate Tax: Small Business Relief. tax.gov.ae
- Portugal IFICI Tax Regime 2026 — IRC Guide. grupoyour.com
- Georgia Virtual Zone Status — Financial Analytical Service. gegidze.com
- Statistisches Bundesamt (Destatis) — Wanderungsstatistik 2025. destatis.de