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Wofür du beim Auswandern einen Notar brauchst
Eine Auswanderung besteht zu einem erstaunlich großen Teil aus Papier, das jemand anderes anerkennen muss. Die Gründung einer Gesellschaft im Zielland verlangt unterschriebene Gründungsunterlagen, die Bank oder der Anwalt vor Ort arbeitet mit einer Vollmacht, und Behörden wollen Kopien von Pass oder Urkunden, deren Echtheit bestätigt ist. Hinzu kommt, dass viele Schritte genau dann fällig werden, wenn du schon unterwegs bist — und ein Notartermin in Deutschland damit zum Engpass des ganzen Zeitplans wird.
Was du online erledigen kannst
- Unterschriftsbeglaubigung — der Notar bestätigt, dass die Unterschrift von dir stammt.
- Beglaubigte Kopien — etwa von Ausweis, Urkunden oder Zeugnissen.
- Vollmachten — damit Bank, Anwalt oder Steuerberater im Zielland für dich handeln können.
- Apostille — damit das beglaubigte Dokument auch in Staaten ohne entsprechendes Abkommen anerkannt wird.
So läuft es ab
- Zielland und Leistung wählen. Die Buchung fragt zuerst, in welchem Land das Dokument verwendet werden soll.
- Termin buchen. Du wählst einen Zeitpunkt und hinterlegst deine Kontaktdaten; vor dem Abschluss siehst du eine Zusammenfassung.
- Einmal identifizieren. Beim ersten Mal bestätigst du deine Identität per zertifizierter Videoidentifikation.
- Per Video unterschreiben. Im Videotermin mit dem Notar unterschreibst du mit einer qualifizierten elektronischen Signatur — laut notarity dauert das rund zwei Minuten.
Wo die Beglaubigung anerkannt wird
Die Beglaubigungen nehmen österreichische Partnernotare vor. Österreich hat mit 19 Staaten — darunter Deutschland, Frankreich, Italien und Polen — Abkommen, nach denen beglaubigte Dokumente ohne Apostille verwendet werden können. Für die Verwendung in anderen Staaten kann notarity eine Apostille auf das beglaubigte Dokument besorgen; je nach Zielland betrifft das etwa Unterlagen für die USA oder die Türkei.
Was du vorher klären solltest
Wir sagen dir lieber vorher, wo die Grenzen liegen, als dass du es beim Amt erfährst. Ob ein online beglaubigtes Dokument für deinen Zweck ausreicht, entscheidet die Stelle, bei der du es einreichst — frag im Zweifel vorher nach. Je nach Behörde kann zusätzlich eine beglaubigte Übersetzung nötig sein.
Beglaubigt wird ein Dokument, das du fertig mitbringst: notarity erstellt keine Verträge oder Vollmachten. Die Videoidentifikation ist laut notarity für Staatsangehörige von über 100 Ländern möglich, für einzelne Nationalitäten gelten Einschränkungen. Die Kosten richten sich nach Leistung und Dokument; die Details zeigt dir notarity im Buchungsablauf.
Häufige Fragen
Ist eine Online-Beglaubigung rechtsgültig?
Die Beglaubigung nimmt ein zugelassener österreichischer Notar vor, du unterschreibst mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Ob die Stelle, bei der du das Dokument einreichst, eine Online-Beglaubigung akzeptiert, solltest du vorher klären.
Brauche ich für Deutschland zusätzlich eine Apostille?
In der Regel nicht. Österreich hat mit 19 Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und Polen, Abkommen, nach denen beglaubigte Dokumente ohne Apostille verwendet werden können. Für andere Länder kann notarity eine Apostille besorgen.
Erstellt notarity auch den Vertrag oder die Vollmacht?
Nein. Beglaubigt wird ein Dokument, das du fertig mitbringst. Die inhaltliche Gestaltung von Verträgen oder Vollmachten ist nicht Teil der Beglaubigung.
Wie lange dauert der Termin?
Laut notarity rund zwei Minuten. Beim ersten Mal kommt eine einmalige Videoidentifikation dazu.